Neuigkeiten - Gewerbeverein Arth / Oberarth / Goldau

KMU fordern das Ende des Lockdowns - Brief an den Bundesrat:

Arth, 16.02.2021

KMU fordern das Ende des Lockdowns per 28. Februar 2021

Sehr geehrter Bundespräsident

Sehr geehrte Damen und Herren Bundesrätinnen und Bundesräte

Als Gewerbeverein Arth Oberarth Goldau vereinigen wir die lokale Wirtschaft in der Gemeinde Arth. Diese Wirtschaft ist mehr als die Summe ihrer Teile: Sie sorgt für Wertschöpfung, für Arbeits- und Ausbildungsplätze aber noch für viel mehr. Zusammen mit unseren Vereinen und anderen Gruppen sorgen die lokale KMU für ein gutes Zusammenleben, für gesellschaftlichen Austausch sowie für Lebensqualität.

Wir schreiben Ihnen mit der dringenden Bitte, den Lockdown, wie angekündigt, per 28. Februar 2021 zu beenden. Diese Massnahme, die für einige Branchen seit Dezember 2020 und für andere seit Januar 2021 eingeführt wurde, hat desaströse Konsequenzen. Restaurants und Detailhandel erwirtschaften im Dezember und im ersten Quartal des Jahres ihre grössten Umsätze. Sie ausgerechnet in dieser Zeit zu schliessen, führt zu ihrer existentiellen Bedrohung – zumal auch keine wirklich funktionierende Entschädigungslösung für sie aufgebaut wurde.

Doch der Schaden, welchen der Lockdown anrichtet, geht noch viel weiter: Wenn unsere lokalen Restaurants und Detailhändler nicht öffnen können, fehlen uns als lokale Wirtschaft natürlich Anziehungs- und Austauschorte. Wir treffen uns nicht, reden nicht miteinander, begegnen uns nicht. Uns geht unser lokales Zusammenleben verloren.

Es kann doch unmöglich die Politik des Bundesrates sein, einerseits Betriebe in existenzielle Not zu stürzen und andererseits das soziale Zusammenleben zu zerstören. Deshalb bitten wir Sie eindringlich, den Lockdown per 28. Februar 2021 zu beenden. Wir wollen ab dem 1. März öffnen, arbeiten und uns begegnen. Dass wir wirksame Schutzkonzepte und andere Massnahmen dabei einhalten, ist selbstverständlich – genau so selbstverständlich wie unsere Forderung: Wir wollen öffnen.

Hochachtungsvoll

Heimgard Vollenweider

Präsidentin Gewerbeverein Arth Oberarth Goldau
Brüölstrasse 10 b
6415 Arth
info@gewerbe-aog.ch

16.02.2021


Berufs-und Informationsmorgen - Bericht in der RigiPost:

Gewerbeverein warb in Oberarth um Lehrlinge

Am vorletzten Mittwoch fand an der Mittelpunktschule in Oberarth zum fünften Mal der breit angesetzte Berufsorientierungsmorgen statt.

Bericht Rigipost von Alain Hospenthal

Der Informationsanlass hatte zum Ziel Schülerinnen und Schülern der zweiten Oberstufe einen vertieften Einblick in verschiedene Berufsgruppen zu ermöglichen. Organisiert wurde der Anlass vom Gewerbeverein Arth Oberarth Goldau. In eigens zugeteilten Klassenräumen erhielten die Gewerbebetriebe die Möglichkeit, ihre Berufsbilder mit Hilfe von attraktiv gestalteten «Workshops» zu präsentieren und anhand von praxisnahen Beispielen zu veranschaulichen.

Jeder fünfte Lehrling bricht die Lehre vorzeitig ab

Ein wichtiges Unterfangen, denn schweizweit bricht aktuell jeder fünfte Lehrling eine begonnene Lehre ab. Dieser Umstand unterstreicht die Bedeutung solcher Orientierungstage und zeigt auf, dass die Erwartungen vieler Berufseinsteiger nicht erfüllt werden. «Wir möchten die Jugendlichen an diesem Morgen abholen und ihnen die Möglichkeit geben sich in die Workshops einzubringen», so Heimgard Vollenweider, Präsidentin des Gewerbevereins Arth Oberarth Goldau. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich im Vorfeld der Veranstaltung für insgesamt vier Berufs-Workshops einschreiben. Dieses Format erlaube den Jugendlichen nach einer vorgängigen Auswahl vier Berufe genauer kennen zu lernen, so Heimgard Vollenweider weiter. Es sei wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler mit Firmen direkt in Kontakt kommen und sich ein Bild über Personen und Tätigkeit verschaffen könnten. Auch seitens der Betriebe profitiere man von diesem Anlass, denn es sei nicht einfach an gute Lehrlinge heranzukommen, unterstreicht die Gewerbepräsidentin.

Attraktive Workshops sorgten für regen Austausch

In den Klassenzimmern herrschte während des ganzen Morgens ein reger Austausch und Gewerbler, sowie Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit zum Austausch. Insgesamt 22 Gewerbebetriebe präsentierten anlässlich der Workshops 35 verschiedene Berufsbilder und somit praktisch alle lokalen Berufe, die innerhalb des dualen Systems Berufslehren anbieten. Viele der Betriebe brachten zudem eigene Lehrlinge mit, was den interessierten Jugendlichen ermöglichte Eindrücke und Erfahrungen aus erster Hand zu sammeln und direkt Fragen zu stellen. Es hat sich dabei gezeigt, dass der geringere Altersunterschied die Hemmschwelle abbaut und Gespräche auf Augenhöhe zulässt.